Ein Interview mit Ute Brüne, Geschäftsführung Offset Company und Initiatorin des Forums für Nachhaltigkeit.

Welche Ziele (mit Blick auf Nachhaltigkeit) verfolgt ihr mit der Offset Company und wie tragt ihr damit zu einem guten Leben in Wuppertal bei?

Wir wollen bis 2025 tatsächlich 25% unserer CO² Produktion einsparen. Das ist ein großes Ziel, weil unsere Branche sehr viel Energie bei der Herstellung von Papier benötigt. Mit unserem Einsatz von Recyclingpapier können wir bereits jetzt schon reichlich CO² einsparen.

Auch möchten wir unsere Quartiersarbeit erweitern. Wir haben schon Hühner, die von Anwohner*innen mitbetreut werden. Außerdem planen wir einen Dachgarten für die Anwohner*innen und Mitarbeiter*innen, sobald die wirtschaftliche Situation sich entspannt. Dafür muss ein Verein gegründet werden.

Des weiteren soll unsere Veranstaltungsreihe „Forum für Nachhaltigkeit“ in noch mehr Städten angeboten werden. Sie vermittelt Wissen im Kontext Klima und Umweltschutz für die Wirtschaft – aber auch für Endverbraucher*innen.

Welche Aktivitäten / Angebote für ein gutes Leben stellt ihr auf die Beine (ggf. auch mit Blick auf euer Engagement für Nachhaltigkeit, Klimaschutz etc. und in Zeiten der Pandemie)?

Das ergänzt sich mit der ersten Frage. Wir engagieren uns auch im ZN3…, um den nachhaltigen Wandel in Unternehmen zu gestalten und unterstützen). Unsere Mitarbeiter werden auch bei Entscheidungen zum Thema „Nachhaltigkeit“ einbezogen. Wir arbeiten partnerschaftlich zusammen.

Mein persönliches Ziel wäre es außerdem, aus der Nachtschicht im Druckbereich herauszukommen. Aus eigener Erfahrung als Krankenschwester weiß ich, wie anstrengend diese Schicht für den Körper ist. Nachhaltigkeit beginnt bei uns selbst. Und hier steht die Gesunderhaltung unseres Körpers an erster Stelle!

Im letzten Forum für Nachhaltigkeit haben wir auf dem Gelände unserer Firma ein Beet nach dem Prinzip der dynamischen Agroforstwirtschaft angelegt. Vorteil dieser Anbau-Art ist es, eine Mischkultur zu haben, Biodiversität zu fördern, gesunde Pflanzen, reichlich Erträge. Humusbildung. Humus bindet CO². Fazit: gesunde Böden, gesunde Tiere, gesunde Nahrung.

Wie können sich Menschen bei euch einbringen?

Sie können uns bei dem Aufbau für den Verein „GrünDach“ unterstützen. Der Verein muss gegründet werden, um Fördergelder zu erhalten. Es soll ein Parkdeck mit 1.000m² als Gartenfläche für die Wuppertaler*innen anlegen werden.

Was ist eure Vision für ein gutes Leben in Wuppertal?

Unternehmen und Endverbraucher*innen arbeiten zusammen an Projekten. Das heißt, wenn Projekte umgesetzt werden sollen, sollte die Sinnhaftigkeit für Mensch, Natur und Tier, aber auch ökonomisch hinterfragt werden. Wirtschaft und Bewohner*innen – hierzu gehören auch die Kinder – aus Wuppertal schauen gemeinsam, welche Gelder für welche Projekte ausgegeben werden.

Mehr Grünflächen für Lebensmittel, aber auch einfach für die Schön- und Gesundheit. Wir brauchen Stadtbäuerinnen*, die die Flächen pflegen, biodynamische Bepflanzung, saubere Luft und weniger Lärm durch weniger Autos.