• Liebe Theresa Oesterwinter, in Wuppertal ist mit der „Wirtschaftsförderung 4.0“ ein neues Projekt an den Start gegangen. Hierbei werden Kooperationen zwischen Unternehmen und lokale Initiativen unterstützt.  Wer steht hinter dem Projekt und welche Ziele verfolgt ihr?

Die Idee der Wirtschaftsförderung 4.0 (WF4.0) stammt grundsätzlich von Forscher*innen aus dem Wuppertal Institut. Nachdem ihre theoretischen Überlegungen 2018 und 2019 in Osnabrück getestet wurden, wird das Projekt WF4.0 seit 2020 nun in 3 weiteren Städten eingeführt und umgesetzt: Witten, Witzenhausen und Wuppertal. Hier in Wuppertal ist die WF4.0 bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal angesiedelt, wo sich eine Mitarbeiterin ausschließlich mit den Themen rund um das nachhaltige regionale Wirtschaften befasst. Das Projekt wird vom Bund gefördert.

Das konkrete Ziel der WF4.0 ist die Unterstützung kooperativer Wirtschaftsformen und regionaler Wertschöpfungsketten, um Städte damit unabhängiger von globalen Lieferketten und anderen externen Einflüssen zu machen. Positive Nebeneffekte sind dabei natürlich auch der Klima- und Ressourcenschutz sowie die Förderung des Gemeinwohls in den Städten.

  • Welche Aktivitäten führt ihr durch, um eure ambitionierten Ziele zu erreichen?

Um diese Ziele zu erreichen möchten wir den Blick auf das Wirtschaftsgeschehen in Wuppertal erweitern. Nicht nur lokale Unternehmen, sondern auch Initiativen des Teilen und Tauschens, regionale Erzeuger*innen, Sozialunternehmen, Initiativen der gegenseitigen Hilfe und lokale Produzent*innen sind Bestandteil einer lokalen Wirtschaft. Mit unseren Aktivitäten möchten wir all diese Initiativen, Projekte und Unternehmen dort unterstützen wo sie Hilfe brauchen. Deshalb können unsere Aufgaben ganz vielfältig ausfallen. Beispiele sind:

-die Kommunikation von regionalen Produkten. Mehr Sichtbarkeit der Produkte führt dazu, dass diese vermehrt hier vor Ort gekauft werden, sodass kürzere Lieferwege und nachhaltige Produktionsweisen ihren Beitrag zum Ressourcenschutz leisten können.

-die Unterstützung der Initiativen bei der Entwicklung von Ideen sowie der Organisation und der Durchführung von eigenen Aktionen.

-die Vernetzung mit möglichen Kooperationspartner*innen. Dadurch, dass wir bei der Wirtschaftsförderung Wuppertal angesiedelt sind können wir bspw. auch als Brücke in die Verwaltung dienen.

  • Wirtschaftsförderung und gutes Leben – wie passt das zusammen? Was bedeutet das Gute Leben für euch und wie leistet das Projekt einen Beitrag für das gute Leben in Wuppertal?

Für uns bedeutet gutes Leben gegenseitige Unterstützung und Hilfe, bewusstes Wirtschaften und die Eigenverantwortlichkeit von Städten. Deshalb setzt sich das Projekt WF4.0 dafür ein das Gemeinwohl und den Zusammenhalt in Wuppertal zu fördern, indem es neben den Unternehmen, die ja ohnehin schon einen Ansprechpartner in der Wirtschaftsförderung haben, auch Initiativen des Ehrenamts wie Nachbarschaftshilfen, Reparaturinitiativen, Tauschringe, DIY-Initiativen, Urban Gardening, usw. bei ihren individuellen Fragen und Plänen begleitet. So erhoffen wir uns einen Beitrag zum guten Leben in Wuppertal zu leisten.

  • Wie möchtet ihr euch am Tag des guten Lebens einbringen (z.B. Aktion anbieten, ehrenamtlich unterstützen, vorab bewerben …)?

Uns fallen zwei mögliche Wege ein, die wir umsetzen können:

Zum einen bringen wir in Kooperation mit der Wuppertal Marketing GmbH jede Woche Donnerstag „Theresas Tipp“ raus, der über verschiedene Kanäle nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Leben in Wuppertal vorstellt. Ein Tipp über den Tag des guten Lebens könnte helfen, ihn vorab zu bewerben.

Zum anderen sind wir natürlich am 20. Juni vor Ort mit dabei. In einem Regionalregal möchten wir allen Besucher*innen einen Einblick in die Welt der regionalen Produkte verschaffen und in persönlichen Gesprächen über die WF4.0 informieren. Darauf freuen wir uns schon jetzt.

  • Wie können sich Interessierte in euer Projekt einbringen?

Interessierte Projekte oder Personen können sich ganz einfach telefonisch, bei Facebook (https://www.facebook.com/wfviernullwupp) oder per Mail bei uns melden und wir sprechen dann ganz individuell ab welche Bedarfe oder Ideen es gibt und wie wir diese gemeinsam voran bringen können.

  • Was möchtet ihr noch loswerden?

Die Idee des Tags des guten Lebens finden wir besonders, weil sie wieder einmal zeigt wie viele engagierte Initiativen und Ehrenamtler*innen es in Wuppertal schon gibt. Das stimmt uns zuversichtlich für ein gutes Leben in Wuppertal, für das wir uns gerne einsetzen und bei dem wir gerne Unterstützung bieten möchten.

Kontakt:

Theresa Oesterwinter

Projektkoordination Wirtschaftsförderung 4.0

Wirtschaftsförderung Wuppertal AöR

Telefon: 0202 24807-37

Mobil: 0172 45 79 223

E-Mail: oesterwinter@wf-wuppertal.de

https://www.wf-wuppertal.de/wirtschaftsfoerderung-40/news-wf40/

https://www.facebook.com/wfviernullwupp

https://www.wirtschaftsfoerderungviernull.de/